Dr. Heinrich Schmelzer


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Analhygiene

Nach dem Toilettengang können grobe Stuhlreste mit Toilettenpapier jeglicher Art entfernt werden. Vor allem Frauen sollten darauf achten, Stuhlreste von vorn nach hinten abzustrei- fen, um eine Verunreinigung der Scheide mit Darmkeimen zu vermeiden. Es empfiehlt sich, wann immer möglich, die Analregion mit klarem Wasser ohne jeglichen Zusatz zu reinigen und einem Baumwolltuch zu trocknen, ohne zu fest zu reiben. Eine speziell konstruierte Handdusche kann eine angenehme Hilfe sein, insbesondere nach operativen Eingriffen (www.inventordesign.de).

Gegen feuchte Reinigungstücher ist nichts einzuwenden, sofern sie keine Stoffe beinhalten, die allergisieren können. Das trifft für feuchte Tücher, wie sie für die Baby Pflege angeboten werden, auf jeden Fall zu.

Unterwäsche aus Baumwolle ist vorzuziehen. Tangas können problematisch sein. Damenslips mit harten, gesäumten Rändern können die Region beidseits des Scheideneinganges und in der Leiste reizen und zu Entzündungen (Akne inversa) führen. In diesem Fall sollte man auf Boxershorts ausweichen.

Bei trockener Haut um den After empfehlen sich zur Pflege ölige Substanzen (z.B. Teebaum- öl). Bei vermehrtem Schwitzen (z.B. Fittnesstraining oder exzessives Radeln) empfiehlt es sich, vorbeugend Babypuder zu benützen. Ist die Haut um den After wund geworden (z.B. nach Durchfallattacken), hilft die gute, alte Penatencreme.

Wenn Marisken die Reinigung erschweren, so lassen sich diese in örtlicher Betäubung entfernen.

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Mariske = Hautfalte, zotteliges Hautgebilde am Afterrand. Oft Zustand nach einer Analvenenthrombose/Perianalthrombose. Wird von Laien gern für Hämorrhoiden gehalten